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Regelinsolvenzverfahren

Einleitung

Allgemein gilt der Hinweis, dass für die hier gegebenen Informationen keine Haftung für Vollständigkeit und Richtigkeit übernommen wird. Die nachfolgenden Ausführungen sind daher ausschließlich als unverbindliche Orientierungshilfe zu verstehen:

Nach der Insolvenzordnung sind grundsätzlich zwei Insolvenzverfahrensarten zu unterscheiden. Zum Einen das Regelinsolvenzverfahren, geregelt in den §§ 1 ff. InsO und zum Anderen das Verbraucherinsolvenzverfahren (§§ 304 ff. InsO). Das Regelinsolvenzverfahren ist einschlägig bei unternehmerisch tätigen Personen, wie auch bei juristischen Personen sowie für ehemals selbständig Tätige, bei denen Schulden aus der ehemaligen selbständigen Tätigkeit aus Arbeitsverhältnissen im weitesten Sinn (Lohnforderungen, Lohnsteuerforderungen, Sozialversicherungsbeiträge etc.) bestehen, oder aber bei denen die Vermögensverhältnisse nicht überschaubar sind. Von einer Unüberschaubarkeit der Vermögensverhältnisse ist in der Regel auszugehen, wenn der Schuldner oder die Schuldnerin über mehr als 19 Gläubiger verfügt.

Verfahrensablauf

Anders als ein Verbraucherinsolvenzverfahren, bei dem zwingend eine außergerichtliche Schuldenbereinigung durch den Schuldner durchgeführt werden muss, kann im Falle eines Regelinsolvenzverfahrens der Antrag umgehend bei dem Insolvenzgericht gestellt werden. Ein Regelinsolvenzverfahren kommt in Betracht, sofern es sich um juristische Personen, oder aber selbständig wirtschaftlich tätige Personen (Selbständige) handelt, oder aber, wenn es sich um eine ehemals selbständig wirtschaftlich tätige Person (Selbständige) handelt, gegen die noch Forderungen aus Arbeitsverhältnissen bestehen, oder dessen Vermögensverhältnisse nicht überschaubar sind. Von einer Unüberschaubarkeit ist bei mehr als 19 Gläubigern auszugehen.

Zu beachten ist, dass die Zulässigkeit eines Regelinsolvenzverfahrensantrages an bestimmte gesetzliche Voraussetzungen geknüpft ist, sodass es sich empfiehlt, sich anwaltlich beraten zu lassen oder zumindest die durch das zuständige Insolvenzgericht vorgehaltenen Antragsformulare zu nutzen.

Das Regelinsolvenzverfahren setzt einen Insolvenzantrag voraus, der sowohl durch den Schuldner, bei juristischen Personen durch die Geschäftsführung der Schuldnerin, oder aber durch einen oder mehrere Gläubiger gestellt werden kann. Die Durchführung eines Regelinsolvenzverfahrens hängt davon ab, dass ein Insolvenzgrund vorliegt und die Kosten des Insolvenzverfahrens gedeckt werden können. Insolvenzgründe sind bei natürlichen Personen (Selbständigen):

  • Zahlungsunfähigkeit gemäß § 17 InsO
  • Drohende Zahlungsunfähigkeit gemäß § 18 InsO (bei Eigenantrag)

Insolvenzgründe bei juristischen Personen sind:

  • Zahlungsunfähigkeit gemäß § 17 InsO
  • Drohende Zahlungsunfähigkeit gemäß § 18 InsO (bei Eigenantrag)
  • Überschuldung gemäß § 19 InsO.

Eröffnungsverfahren

Wurde der Insolvenzantrag durch den Schuldner selbst oder die Geschäftsführung der Schuldnerin gestellt, handelt es sich um einen sog. Eigeninsolvenzantrag. Handelt es sich um einen Insolvenzantrag eines Gläubigers, handelt es sich um einen sogenannten Fremdantrag. Sowohl im Falle des Eigeninsolvenzantrages, wie auch im Falle eines Fremdantrages kann das Insolvenzgericht einen Sachverständigen einsetzen, dessen Auftrag darin besteht, zu prüfen, ob ein Insolvenzgrund vorliegt und die Verfahrenskosten aus dem schuldnerischen Vermögen gedeckt werden können.

IM FOKUS

In dem Insolvenzantrags­verfahren der Piazza Nova Gastronomie GmbH hat das Amtsgericht Dresden Rechtsanwalt Dr. Martin Dietrich zum vorläufigen... mehrmehr
Standort: Berlin mehrmehr
Zur Verstärkung am Standort Dresden suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine(n) qualifizierte(n) Mitarbeiter(in) mit Kenntnissen im... mehrmehr